Tipps zur Bimax-Operation

Hallo ihr Lieben,
in diesem Beitrag geht es um meine persönlichen Tipps und Empfehlungen zur Bimax-Operation. Es wäre super schön, wenn es die Menschen erreicht, bei denen auch bald eine Kieferoperation ansteht. Ich habe viele Erfahrungsberichte gelesen und mir  auch ein paar Videos von Menschen angeschaut, die die Operation schon hinter sich gebracht hatten. Doch Einiges hätte ich zu gern bereits davor gewusst. Ich hatte einfach nicht genug Wissen darüber. Deshalb hoffe ich, dass ich euch ein paar Fragezeichen nehmen kann. Die Tipps zur Bimax-Operation schreibe ich aus meinen eigenen Erfahrungen. Jede Operation und jeder Körper ist einzigartig, wodurch manches vielleicht nicht passend für euch sein könnte.  Meine Operation ist erst knapp 2 1/2 Monate her. Deshalb kann es sein, dass ich die Tipps zur Bimax-Operation im Laufe der Zeit ergänzen werde.
Wenn euch noch etwas einfällt, ihr eure Erfahrungen und/oder Wissen teilen möchtet, ihr Kritik oder etwas auf dem Herzen habt, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen oder mir eine E-Mail schreiben. Danke fürs Vorbeischauen und viel Spaß beim Lesen der Tipps zur Bimax-Operation! 🙂

10 Tipps zur Bimax-Operation
vor dem Krankenhausaufenthalt

1. Tipp: Abklärung mit Arbeitgeber/Uni/Schule

Bereits am Anfang meiner Behandlung habe ich meinem Arbeitgeber mitgeteilt, dass ich irgendwann im kommenden nächsten Jahr (Termin konnte aufgrund Corona noch nicht genau mitgeteilt werden) für ca. 6 Wochen bzgl. meiner Bimax-Operation ausfallen werde. Auch wenn noch kein Termin feststand, fand ich es wichtig meinem Arbeitgeber mitzuteilen.
Wenn ihr zur Schule oder zur Uni geht, spielt das Abklären auch eine wichtige Rolle. Denn ihr solltet im Voraus schon abmachen, wie oder von wem ihr eure Materialen, Mitschriebe oder Arbeitsblätter herbekommt. Und vor allem ist es wichtig zu schauen, dass in dieser Zeit keine Klausuren oder Prüfungen anstehen.
Lieber alles im Voraus abklären, sodass ihr hinterher und während eurer Genesung keinen Stress habt.

2. Tipp: Sich informieren

Anfangs meiner jetzigen Kieferorthopädischen Behandlung (2017) wurde mir bereits erklärt, was bei der Operation ungefähr auf mich zukommen wird. Erfahrungsberichte und Youtube Videos habe ich mir tatsächlich aber erst eine Woche vor meiner eigenen Bimax-Operation angeschaut. Natürlich ist jeder Mensch anders. Manche möchten nichts Konkretes darüber wissen, andere wiederum saugen jede Information in sich hinein, die sie finden können. Wie ihr damit umgehen möchtet, ist euch selbst überlassen.

3. Tipp: Einkaufen

Es ist ratsam, sich vor dem Krankenhausaufenthalt Gedanken zu machen was danach gegessen werden soll bzw. kann. Dementsprechend könnt ihr die Lebensmittel, die lange haltbar und schwer sind, schon davor besorgen. Lebensmittel, wie Obst, Gemüse und Joghurt dann erst besorgen, wenn ihr wieder Zuhause seid.

4. Tipp: Was soll/kann danach gegessen werden?

Ja erwischt, ich muss da etwas zugeben. Ich bin keine Wahnsinns-Köchin. Nur eine Wahnsinns-Esserin. Suppen oder Püriertes esse ich nicht so gerne. Deshalb werdet ihr Rezepte für super leckere Suppen oder Püriertes hier nicht finden können. Die erste Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt habe ich bei meiner Oma verbracht. Ein rießen Dankeschön nochmal an dich für deine tollen kreativen Ideen fürs Essen :). Es gab viel frisches weichgekochtes Gemüse, meistens mit Kartoffelbrei. Aber sowas wie das Schlemmerfilet oder der Spinat ging ab der zweiten Woche schon.

Alles was ihr mit der Zunge an den Gaumen drücken und schlucken könnt, ist für die erste Zeit in Ordnung. Ihr dürft nicht kauen, da erstmal alles verheilen und neu zusammenwachsen muss. Macht keine Experimente!
Zuhause hatte ich mir Tiefkühlgemüse und Obst gekauft. Und auch Kartoffelpüree habe ich nicht selbstgemacht. Ich hatte keine Lust mir etwas zu überlegen, weil ich kaum Appetit auf Essen in den ersten zwei Wochen hatte. Das könnt ihr viel besser machen! 🙂 Wenn ihr gute Ideen und Rezepte habt, schreibt gerne in die Kommentare.

5. Tipp: Sich vorher etwas „anfressen“?

Ich wusste schon davor, dass ich weder Proteinshakes und Astronautenkost, noch  große Mahlzeiten zu mir nehmen wollte. Das hieß, dass ich nicht auf meinen täglicher Kalorienbedarf gekommen bin. Deshalb habe ich über Weihnachten bewusst noch mehr gegessen. Abgenommen habe ich jedoch nur 5 Kilo. Vielleicht kein besonders guter Tipp. Ist auch nicht das Gesündeste gewesen. Aber ich sollte euch aufzeigen, wie ich die Zeit überstanden habe. Deshalb, wenn ihr keine Probleme mit flüssiger Nahrung (Suppe, Smoothies, Püriertes) habt, dann werdet kreativ.

6. Tipp: Mahlzeitenersatz, Proteinshake

Ansonsten gibt es auch vollwertige Mahlzeitenersätze mit Vitaminen & Mineralien. Leider hatte ich diesen Rat nicht befolgt. Ich habe mir nicht viel Gedanken über das Essen gemacht und wollte solche nicht kaufen. Ich sage euch: Kauft das oder nimmt vollwertige Smoothies oder Püriertes zu euch. Der Körper braucht Energie!
Was ich selbst ausprobiert habe und gut schmeckt, ist ein Drink von YFood. Es gibt 5 verschiedene Sorten: Vanille, Kaffee, Banane, Schokolade und Kokosnuss.

Das könnt ihr in einem 5er Testpaket ausprobieren (jeweils 500ml). Wenn ihr aber bereits wisst, welche Geschmacksrichtung euch schmeckt, gibt es sie in der Größe 8*330 ml oder 16*330 ml zu kaufen, aber auch in 6*500 ml.
Mir schmeckt am besten Vanille. Diese hatte ich in der Größe 330ml, war besser für die Handtasche. Ihr könnt euch aber auch das Pulver in der 1,5 kg Tüte holen.

7. Tipp: Hobby/Aufgaben im Vorfeld

Wer im Vorfeld vielleicht denkt, „hey, 6 Wochen frei zu haben ist doch super“… ohne sich keine kleinen Aufgaben oder Ziele zu setzen, wird mit der Zeit unproduktiv und vielleicht sogar ein wenig depressiv verstimmt. Das Wichtigste ist natürlich die Gesundheit und dass ihr wieder auf die Beine kommt. Aber wir wissen doch alle, dass das am besten geht, wenn man sich Ziele und Aufgaben setzt, anstatt wochenlang nur vor dem Fernseher zu liegen.
Vielleicht spielt ihr gerne ein Instrument (singen würde ich erst einmal sein lassen) oder malt gerne. Basteln, puzzlen oder schreiben? Unterlagen aussortieren, USB Sticks aussortieren oder die Steuer für letztes Jahr endlich abgeben? Was auch immer ihr gerne macht, oder noch erledigen könnt, macht es auch in dieser Zeit, so wie euer Körper es zulässt.

Mir selber hat es geholfen, eine Liste zu schreiben. Zwar habe ich nicht viele Dinge davon umgesetzt, da mein Körper manchmal einfach keine Kraft oder ich auch keine Lust hatte. An einem Tag war es schon zu viel nur mein Bett frisch zu beziehen, an dem anderen Tag bin ich 9.000 Schritte am Stück spazieren gewesen.

8. Tipp: Die Wohnung vorbereiten

Ich hatte auf meiner Liste stehen, dass ich die Wohnung und den Keller aufräumen könnte. Zum Glück habe ich die Wohnung davor sauber gemacht, denn Kraft und Lust hatte ich in den ersten drei Wochen keine.

9. Tipp: Hin- und Rückfahrt

Abzuklären wäre im Vorfeld, wer euch zum Krankenhaus hinfährt und abholt. Ich war sehr müde, hatte Schmerzen, musste durchgehend im Auto mein Gesicht kühlen und konnte mich kaum konzentrieren. Zwar habe ich selbst keinen Führerschein, aber ist ja klar, dass man in diesem Zustand eine große Gefahr für sich und die anderen wäre, würde man am Steuer sitzen. Zudem wäre die Rechnung für 6 Tage durchgehend parken wahrscheinlich unbezahlbar.

10. Tipp: Packliste

Ich habe euch eine Packliste zusammengestellt, die ich mir für meinen Krankenhausaufenthalt erstellt hatte:

  • Bargeld

    Für den Bäcker, falls es einen im Krankenhaus oder in der Nähe gibt (Getränke oder für etwas Leckeres vor der OP).
    Oder auch für das Parkhaus, falls jemand wirklich mit dem Auto zurückfahren muss. (Würde ich jedoch nicht empfehlen.)
    Falls jemand zusätzlich WLAN oder ein Telefon buchen möchte, braucht man auch dafür Bargeld.

  • Dokumente

    Eventuell wird ein Einweisungsschein verlangt (wird nicht immer benötigt, einfach vorher abklären). Einen Impfausweis und ggf. einen Allergiepass. Krankenversichertenkarte und Personalausweis dürfen auch nicht fehlen.
    Vorbefunde und Röntgenbilder hatte ich bei den Vorterminen bereits abgegeben.

  • Hygieneartikel

    Einen Kamm, Deo, Duschgel, Shampoo, Haargummi, Rasierer, Damenartikel und alles andere was ihr sonst noch braucht.

  • eine Fettcreme

    Für das Gesicht, vor allem Nase und Mundbereich = z. B. Vaseline, Kokosöl, Penatencreme oder die Haut- und Kinder- Creme von Kaufmann. Ich habe zwar eine Nase- und Augensalbe vom Krankenhaus erhalten, die mir aber nicht fettig genug war (was damit zusammenhängen könnte, dass ich viel zu wenig getrunken habe).  Meine Lippen waren die ersten Tage sehr aufgerissen und die Nase war trocken.

    Bepanthen nach Bimax Operation

  • Tücher

    Genug weiche Taschentücher oder Feuchttücher für den Mund und die Nase mitnehmen. Gerade für nach dem Essen und wenn das Blut aus der Nase rausläuft. Bei mir im Krankenhaus gab es nur raue Tücher. Und ich hatte zu wenig Taschentücher dabei. Für 7 Tage habe ich 4 Päckchen verbraucht. Die Nase läuft ständig. Vor allem in den ersten zwei Wochen kommt noch Blut mit. Nehmt deshalb, egal wo ihr hingeht, Taschentücher mit.

  • Kinderzahnbürste

    Empfehlen kann ich euch eine kleine Kinderzahnbürste. Ich hatte mir eine bunte gekauft mit einem Pokemon drauf. Sie ist sehr soft und hat einen Saugknopf, damit kann man sie gut und überall hinstellen. Ab dem 4. Tag durfte ich das erste Mal ganz vorsichtig Zähne putzen. Auch bei der Zahnpasta müsst ihr schauen, dass sie nicht scharf ist. Ab dem zweiten Tag musste ich eine antiseptische Mundspüllösung nach jedem Essen benutzen, die ich vom Krankenhaus erhalten habe.

    Antiseptische Lösung für nach der bimax-operation

  • Hausschuhe

  • Handtücher, Waschlappen

    Bekommt man nicht immer vom Krankenhaus gestellt. Ihr könnt euch im Voraus bei eurem Krankenhaus informieren.

  • Kleidung

    Ich habe viel zu viel Kleidung mitgenommen. Tatsächlich gebraucht hatte ich nur:
    Schlafanzug, Jogginghosen, zwei Pullis, T-Shirts, Unterwäsche und Socken. Den Bademantel hatte ich kein einziges Mal an. T-Shirts hatte ich viel zu wenige dabei. Ihr könnt für jeden Tag eins einplanen, denn man kleckert die erste Zeit oft und im Zimmer ist es meistens warm. Unter der Decke mit einem Pulli zu liegen, ist zu heiß gewesen.

  • Persönliche Medikamente

    Mitnehmen und nicht vergessen, diese eurem Arzt oder dem Pflegepersonal mitzuteilen!

  • Ein sinnvoller Zeitvertreib

    Je nach dem was ihr gerne tut,  solltet ihr dies natürlich von Zuhause mitbringen. Ein Buch oder Zeitschriften? Schreibzeug? Einen Gameboy? Meistens gibt es einen Fernseher an der Wand. Vergisst dafür eure 🎧 Kopfhörer nicht.

  • Einen Mundschutz (während der Coronazeit)

    Bei mir im Krankenhaus haben sie die OP-Masken nicht akzeptiert. Man durfte nur mit einer FFP2 Maske rein. Wenn man sie vergessen hatte, konnte man jedoch eine vor Ort kaufen. (kostet jedoch um einiges mehr)

  • Ladegerät für das Handy, E-book oder den Gameboy

15 Tipps zur Bimax-Operation
für nach der Operation

1. Tipp: Viel trinken

Eins der wichtigsten Dinge, die ihr unbedingt befolgen müsst: viel Wasser trinken und das von Anfang an. Der Kreislauf wird heruntergefahren und ihr könntet dehydrieren. Die ersten paar Tage immer mal wieder ein paar Schlückchen, jedoch so, dass ihr auf eure benötigte Literanzahl kommt. Auch sehr wichtig, um Verstopfungen vorzubeugen. Tee hilft gut gegen die Halsschmerzen, die auftreten können. Durch die Kühlmaske (bekommt ihr vom Krankenhaus für die Zeit dort gestellt) und dadurch, dass ich meinen Mund nicht schließen konnte, trocknete der Mund und auch der Rachen aus. Ich habe viel zu wenig Wasser getrunken, worüber ich mich im Nachhinein sehr ärgere.

2. Tipp: Verschiedene Dinge zum Essen ausprobieren

Probiert von Anfang an jede Variante aus, mit der man Nahrung aufnehmen kann. Mit einer Spritze (einfach in der Apotheke nachfragen, dort sind sie am günstigsten) das Essen aufziehen und in den Mund spritzen, oder mit einem kleinen Löffel essen. Vielleicht auch mit einem großen Löffel (das ging bei mir jedoch erst nach 4 Wochen).Aus einem Glas kann man die Suppe auch sehr gut trinken.. Das Glas war mein Favorit. Nach dem 4. Tag konnte ich jedoch schon mit einem kleinen Löffel essen.

2.1 Tipp: Hilfsmittel zum Essen

Am Anfang wird vielleicht viel daneben gehen, deshalb rate ich euch vor einem kleinen Tischspiegel zu essen und einen Latz anzuziehen. Sieht vielleicht lustig aus, aber enorm hilfreich!
Für unterwegs und für die geringere Verletzungsgefahr, empfehle ich euch Besteck aus weichem Material (z. B. das für Babys) zu holen. Ist angenehmer und man hat weniger Angst, sich zu verletzen oder irgendwo draufzuhauen.

3. Tipp: Frische Luft/Bewegung

Das ist sehr sehr wichtig und wird vielleicht unterschätzt. Jedoch baut der Körper schneller ab, als er aufgebaut wird. Ihr solltet bereits am zweiten oder dritten Tag versuchen, ein bisschen spazieren zu gehen. Nicht hängen lassen und nicht schämen, wie ihr ausseht.  Der Kreislauf und die Muskeln müssen in Takt gehalten werden.

4. Tipp: Schnell von den Infusionen wegkommen

Ihr müsst so schnell wie es geht von den Infusionen wegkommen. Das ist einer der Grundvoraussetzung, dass ihr nach ca. 5 Tagen gehen dürft. Als Alternative habe ich Tabletten erhalten. Ich hatte Angst und Hemmungen sie zu nehmen, da sie doch sehr groß waren (Antibiotika und Schmerzmittel). Nach ein paar Male hatte ich dann doch den Dreh raus: Tablette einzeln auf die Zunge legen, kurz vergessen, dass ich eine Tablette im Mund habe, und mit einem Glas Wasser herunterschlucken. Die Tablette muss aber auf der Zunge liegen bleiben.

5. Tipp: Den ersten Tag nach der OP auf Reden verzichten

Ich empfehle euch, euch nicht auf das Wohlbefinden des ersten Tages zu verlassen. An diesem Tag wirken noch das Narkosemittel und die Schmerzmittel. Ich hatte kaum Schmerzen, habe viel geredet. Dafür war der zweite Tag umso schlimmer.
Viel reden vermeiden und kühlen, kühlen, kühlen!

6. Tipp: Mundhygiene und das nach jedem Essen

Nach jedem Essen oder Tee trinken den Mund ausspülen., so verhindert man die Bildung bakterieller Beläge, die Entzündungen des Zahnfleisches und des Kieferknochens verursachen können. Ich habe eine extra Spülung vom Krankenhaus erhalten. Da ihr in den ersten Tagen noch keine Zähne putzen dürft, ist das mit dem Mittel sehr wichtig. Zum Ausspülen für das Mittel gibt es einen kleinen Becher dazu. Für das Wasser kann man ein Glas benutzen. Benutzt eine Kinderzahnbürste, Zwischenraumbürsten, Zahnseide oder Mundduschen (aber nicht gleich am ersten Tag).

7. Tipp: Achtung bei Einnahme von Antibiotika

Eine sehr wichtige Empfehlung, die ich leider nicht auf dem Schirm hatte. Die Einnahme von Antibiotika kann der Darmflora schaden. Ich habe die ersten acht Tage Antibiotika bekommen. Um die Darmflora zu schützen, solltet ihr sie daher während und nach der Medikamenteneinnahme unterstützen. Natürliche Probiotika und probiotische Nahrungsergänzungsmittel können euren Darmschutz stärken. Die ersten drei Tage hatte ich Antibiotika durch Infusionen und ab dem vierten Tag durch 3 Tabletten täglich erhalten. Jeweils eine morgens, mittags und abends. Falls daher Probleme mit bereits vorigen Antibiotikaeinnahmen bekannt sind oder euer Magen und Darm empfindlich sind, unbedingt dem Arzt und dem Pflegepersonal mitteilen.

8. Tipp: Schmerzmittel

In der ersten Woche müsst ihr Ibuprofen weiter zu euch nehmen, damit keine Entzündungen entstehen und natürlich, um die Schmerzen besser ertragen zu können (4*täglich). Am besten immer Schmerzmittel in der Tasche haben. Vor allem wenn ihr unterwegs seid.

! Falls ihr einen empfindlichen Magen habt oder Schmerzen vorbeugen möchtet, bittet um den Magenschutz Pantoprazol.

9. Tipp: Nahrungsergänzungsmittel

Je nachdem was ihr an Nahrungsmittel zu euch nehmt, und ob ihr bereits keine so guten Blutwerte habt, könnt ihr bereits davor Nahrungsergänzungsmittel kaufen und zu euch nehmen.

10. Tipp: Gesellschaft

Für mich war es wichtig, bei meiner Familie zu sein oder meinen Freund um mich zu haben. Die ersten zwei Wochen war ich sehr unsicher auf den Beinen und hatte Kreislaufprobleme. Dadurch kann die Angst z. B. beim Duschen genommen werden. Falls etwas passieren würde, wäre jemand da. Auch zum Aufbauen kann es wichtig sein. Es ist eine neue Situation. Ihr werdet die ersten paar Wochen nicht richtig essen können. Zudem konnte ich kaum lachen und hatte oft depressive Verstimmungen. Aufgaben und Unterhaltung ist sehr wichtig für mich gewesen. Es tut auch gut, wenn jemand da ist, der mit euch gemeinsam Suppe isst oder sich mit euch überlegt was es denn zu essen geben könnte.

11. Tipp: Kühlpads

Kühlpads waren nach dem Krankenhausaufenthalt meine Rettung. Die Kühle lindert den Schmerz. Deshalb kümmert euch um genug Kühlpads und legt sie immer gleich wieder ins Tiefkühlfach, wenn sie warm geworden sind. Ich kann euch die Kühlpads mit dem Gurt empfehlen. Da müsst ihr sie nicht ständig ans Gesicht heben und zudem super praktisch für die Nacht. Diese könnt ihr einfach mit dem Klettverschluss um euren Kopf festmachen. Auch super bei einer Weisheitszahnoperation. So sieht das aus:

Kühlpads für bimax-Operation, Weisheitszähne

12. Tipp: Schlaf

Schlafen war die ersten zwei Wochen anstrengend. Falls ihr Probleme beim Einschlafen habt, könnt ihr im Krankenhaus nach einer Schlaftablette bitten und für Zuhause euch im Voraus welche verschreiben lassen. Ich habe keine zu mir genommen.
Zudem braucht ihr eine höhere Liegemöglichkeit. Die Flachlage ist für die erste Zeit zu vermeiden, da das Blut in den Kopf steigt und die Gefahr von Nachblutungen somit verstärkt wird. Die Zeit im Krankenhaus habe ich im Sitzen geschlafen. War sehr unangenehm und schmerzhaft, aber da musste ich durch. Zuhause habe ich einfach auf drei Kissen geschlafen. Nach ungefähr drei Wochen konnte ich aber doch schon wieder „normal“ liegen.

13. Tipp: Schwellung im Gesicht

Retterspitzwickel kann ich euch sehr empfehlen. Mit Retterspitz äußerlich kann man die Schwellung lindern.

Retterspitz für schwellung bimax-Operation

Wie es richtig angewendet wird, könnt ihr eich hier im Video von retterspitz.de anschauen. Ich habe mich zu spät informiert und hatte es nur provisorisch anwenden können.

Retterspitzwickel provisorisch

Zudem sehr viel kühlen, aber immer mit ein paar Pausen dazwischen.

14. Tipp: Physio, Lymphdrainage und taping

Physiotherapie-Termine im Vorfeld ausmachen. Vom Krankenhaus erhaltet ihr ein Rezept für Lymphdrainage. Nach den Lymphdrainagen-Termine sofort kühlen und den Retterspitzwickel anwenden. Die Lymphdrainage kann sehr schmerzhaft werden, ist aber wichtig. Was ich euch auch sehr empfehlen kann, ist Tape im Gesicht. Das hat mein Physiotherapeut nach der Lymphdrainage dran gemacht.

tape im gesicht vom physio

15. Tipp: Nachkontrolltermine wahrnehmen!

Nachkontrolltermine waren bei mir nach drei und nach sechs Wochen und 3 Monate nach meiner Bimax-Operation. Diese müssen wahrgenommen werden.

Verzicht auf

Es gibt ein paar Verzichte, die ihr unbedingt einhalten solltet!

Schnäuzen und Niesen

Die Nase nicht putzen und niesen vermeiden. Wenn ihr doch niesen müsst, immer mit offenem Mund niesen, niemals unterdrücken. Das erzeugt einen zu hohen Druck. Wenn euch die Nase läuft, einfach laufen lassen und mit einem Taschentuch abtupfen oder hochziehen. Durch das nicht schnäuzen der Nase, ist die Nase oft verstopft gewesen. Deshalb ist ein Nasenspray für die erste Woche nach der Operation sehr sinnvoll. Das habe ich vom Krankenhaus geschenkt bekommen.

Genussmittel

Die erste Zeit strikt auf Genussmittel verzichten, wie:

  • Nikotin
  • Kaffee,
  • schwarzen Tee und
  • Alkohol

Stress

Haltet in den ersten Wochen möglichst viel Ruhe: Ihr solltet euren Körper, der gerade eine Operation überstanden hat, nicht überfordern. Wenn ihr ein Ruhebedürfnis habt, geht diesem nach. Nicht ignorieren oder dagegen ankämpfen wollen!

Sauna

Auch auf einen Saunabesuch, in den ersten 4 Monaten, sollte verzichtet werden.

Sport

Keinen körperlichen Anstrengungen nachgehen. Mir wurde gesagt, dass ich die ersten 4 Monate auf Sport verzichten sollte.

Die drei wichtigsten Tipps zur Bimax-Operation

Mindset

Das wichtigste das mitmachen muss, ist euer Kopf. Euer Mindset ist ausschlaggebend wie es euch vor und nach der Operation ergehen wird, und vor allem wie schnell ihr euch erholen werdet. Es ist ein großer Eingriff. Und ja, es wird auch anstrengend und schleppend. Der Körper braucht Zeit. Und bitte bitte macht euch den Gefallen und gebt eurem Körper auch die Zeit. Vergisst nicht, euer Körper ermöglicht euch alles.
Ihr seid euer Körper und den gibt es nur einmal.
Es ist für eure Gesundheit. Es ist dafür, dass ihr nach einer gewissen Zeit danach schmerzfrei seid, wieder essen könnt. Seid nicht traurig.

Denkt nicht daran, wie schlecht es euch geht. Jammert nicht und bleibt positiv. Macht alles dafür, dass es euch, eurem Körper und eurer Seele, gut geht. Gibt ihm die Zeit. Lasst euren Körper schlafen, wenn er müde ist. Akzeptiert, dass er mehr Ruhe braucht.
Kämpft nicht. Nicht gegen ihn und nicht gegen eure Schmerzen. Auch nicht gegen euch und nicht gegen die Welt. Akzeptiert und lebt. Stellt die Operation, den Schmerz und das Leid nicht in euren Fokus. Nicht in den Fokus eurer Mitmenschen.
Habt keine Erwartungen. Und versucht auf euren Körper zu hören und das zu tun, was ihr braucht. Befolgt die Tipps, versucht zu lächeln (vorsichtig) und genießt euer Leben, jeden einzelnen Moment. 🙂

Tipps zur Bimax-Operation befolgen

Diese Tipps und Empfehlungen zur Bimax-Operation kann ich euch ans Herz legen. Nicht alle waren mir von Anfang an bekannt und kann deshalb erst hinterher sagen, wie wichtig sie jedoch sind. Nutzt sie!

Vertrauen!

Vertraut eurem Arzt. Begebt euch ohne Zweifel und Sorgen in die OP.
Aber am wichtigsten: Vertraut euch und eurem Körper!
Ihr könnt alles schaffen, solange ihr euch dazu entscheidet.

eure Samira

ich nach bimax-operation

Wie die erste Woche nach der Bimax-Operation für mich wahr, könnt ihr in meinem Erfahrungsbericht lesen.

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